Konzept des Zusatzkurses
Kinder- und Jugendliche

Zusatzkurs – AZPP

Die psychoanalytische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zielt auf die emotionale Durcharbeitung intrapsychischer Konflikte und die Lösung von Entwicklungsblockaden ab. Eben deshalb sind einige dem Alter geschuldete Besonderheiten zu beachten. So muss etwa neben dem verbalen der nonverbale Austausch in der kinderanalytischen Arbeit auf spezifische Art einbezogen werden, nicht zuletzt, weil man oft durch Spielen, etwas Zeichnen, Gestalten, Inszenieren oder andere Formen eines aktiven Austauschs mit Kindern ‚ins Gespräch’ kommt. So können in der kinderanalytischen Arbeit aktuelle, mehr oder weniger unbewusste Konflikte zum Ausdruck kommen. Zusätzlich werden Spannungszustände deutlich, die aus Konflikten zwischen Kind und Umfeld oder im Umfeld selbst, etwa zwischen den Eltern, resultieren. Aus diesem Grund müssen auch die Bezugspersonen (meist die Eltern) in die Arbeit einbezogen werden.

PsychoanalytikerInnen, die nicht mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, können vom Ausbildungsgang ebenfalls profitieren. Auch besonders schwer erkrankte Erwachsene teilen sich vorwiegend über nonverbale Kanäle mit, und nicht wenige unserer Patienten sind Eltern, die ihre Kinder mit Erwartungen beladen, die diesen eine ‚gesunde’ Entwicklung verunmöglichen.

Das Curriculum wird in einer geschlossenen Ausbildungsgruppe über drei Jahre durchgeführt.

Die Ausbildungsblöcke finden dreimal pro Jahr über drei Jahre verteilt, jeweils an einem ganzen Samstag von 9 – 15h statt. Pro Block sind drei Doppelstunden, d.h. pro Jahr neun Doppelstunden vorgesehen. Der ganze Zyklus über drei Jahre umfasst 27 Doppelstunden (=54 Lektionen).

Für den jeweiligen Samstagsblock sind zwei Doppelstunden für theoretische Grundlagen und eine Doppelstunde für Kasuistik (Fallbesprechungen, Fallvorstellungen) reserviert.

Bei Bedarf wird eine zusätzliche Gruppensupervision für psychoanalytische Psychotherapien von Kindern und Jugendlichen angeboten.

Zusatzkurs – AZPP