Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit | Newsletter Frühjahr 2019

Wir freuen uns, dass Sie den ersten von zwei Newslettern in diesem Jahr lesen und sich über Neuigkeiten im AZPP informieren können.

Wir, das sind die Mitglieder des im Mai 2018 neu formierten Vorstandes des AZPP, bestehend aus: Petra Zell Roth als Präsidentin des Ausbildungszentrums, Susanne Toepfer, Dieter Leonhardt-Raith, Tobias Melcher und Arno Zormann sowie Marianne Winterhalter.

 

Der Blick in die Zukunft

Viele Herausforderungen haben uns in den vergangenen Monaten bewegt und zum Denken und Handeln angeregt. Dabei stach der Nachwuchsmangel heraus, der neben den psychiatrischen Kliniken auch vor uns nicht Halt machte. Die Fragen, die sich uns stellten, bezogen sich auf das Bild der Psychoanalyse bzw. der Psychoanalytischen Psychotherapie in heutigen universitären und postgradualen Ausbildungscurricula, die Attraktivität dieser Therapierichtung, die Vermarktung unserer Angebote, etc. Passenderweise erreichte uns auch sehr erfreuliche Post aus Bern mit der Urkunde der erfolgreichen Akkreditierung unseres Lehrganges für PsychologInnen durch das Bundesamt für Gesundheit. Diese kann als solides Fundament für die Fortführung des Lehrbetriebs betrachtet werden, nimmt uns gleichzeitig aber auch in die Pflicht, beständig für eine hohe Qualität unserer Kurse zu sorgen.

Ein wichtiges Anliegen ist es uns dabei, die Lust und Freude an der Psychoanalyse und dem psychoanalytischen Arbeiten zu wecken bzw. zu fördern.

Als Anregung dienen dafür auch jüngste wissenschaftliche Ergebnisse (Leuzinger-Bohleber et al.), die in der Psyche im Februar 2019 publiziert wurden. Die Autoren der „LAC-Studie“ verglichen kognitiv-verhaltenstherapeutische (CBT) mit psychoanalytischer Langzeit­behandlung bei Menschen mit chronischer Depression. Die Ergebnisse zeigen keine signifikan­ten Unterschiede bis drei Jahre nach Beendigung der Therapie, gemessen anhand psychopathologischer Kriterien. Dadurch ergeben sich durchaus kritische Fragen, zumal die psychoanalytischen Therapeuten ihre Patientinnen bis zu dreimal häufiger sahen als die Verhaltenstherapeuten, was ökonomische Fragen aufwirft, bspw. wie rechtfertigen wir unsere höher frequenten Behandlungen, wenn sie nur gleich gut sind, wie andere nieder frequente Verfahren?

Nach genauerem Studium der Ergebnisse erfahren wir schliesslich, dass die strukturellen Veränderungen der Patientinnen und Patienten nach der psychoanalytischen Therapie (im Sinne eines postanalytischen Prozesses) signifikant stärker ausfallen, als nach der CBT. Dies bestärkt uns in der Auffassung, als psychoanalytische Psychotherapeuten mit unseren Behandlungen nachhaltig wirken zu können.

 

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Das Interesse und die Lust wollen wir auch ganz praktisch im Rahmen unserer halbjährlichen Informationsveranstaltungen wecken, die unter der Leitung von Colette Pfistner in der Psychotherapeutischen Tagesklinik der UPK stattfinden.

Nächster Termin: Dienstag, 3. September 17.30 – 19.00 Uhr
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Trägerschaft

Die Vernetzung mit den Universitären Psychiatrischen Kliniken, der Psychiatrie Baselland, den beiden psychoanalytischen Ausbildungsinstituten sowie der EFPP ist bekanntermassen ein Teil der DNA des AZPP und wir sind bemüht, unser Netzwerk zu pflegen und weitere Verbindungen zu knüpfen.

Weitere Informationen zur Trägerschaft

 

Kurse & Weiterbildung

Last but not least freuen wir uns, dass wir im Herbst mit einem neuen Grundkurs sowie Aufbaukurs starten werden. Neben der Weiterbildung werden wir dieses Jahr in Kooperation mit den UPK und der Psychiatrie Baselland auch die Fortbildung stärker in den Fokus rücken und dem Format des „PsychoTisches“ neues Leben einhauchen. Dabei wollen wir einen Raum für einen intensiven Austausch über psychotherapeutische Arbeit in Klinik und Praxis erschaffen.

Unsere aktuellen Kurse

Der Einstieg in die Welt der Psychoanalyse

Die 3- bzw. 5-jährige Weiterbildung führt zum Erwerb der Fachtitel für Ärztinnen/Ärzte und Psychologinnen/Psychologen. Wer sein Wissen und Erleben in Psychoanalyse anschliessend weiter vertiefen möchte, findet durch die Zusammenarbeit mit den psychoanalytischen Instituten weitere Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zentrale Säulen der Weiterbildung

  • Die Weiterbildung findet in festen Gruppen statt und ermöglicht eine intensive gemeinsame Entwicklung fachlicher und persönlicher Kompetenz.
  • Die Seminare finden an einem Abend pro Woche, die Blockkurse an wenigen Wochenenden pro Jahr statt.
  • Das AZPP steht in enger Verbindung zu seinen Trägern (Psychiatrische Kliniken, psychoanalytische Ausbildungsinstituten sowie EFPP).
  • Das AZPP steht in regem Austausch mit anderen psychoanalytischen Weiterbildungsinstituten der Schweiz.
  • Die Weiterbildung am AZPP kann in Deutschland anerkannt werden.